Rasenpflege

Welchen Rasensamen für welchen Zweck

Verschiedene Gräser, verschiedene Eigenschaften. Es gibt nicht den „perfekten“ Rasen der allen Ansprüchen genügt. Möchten Sie eine Rasenfläche anlegen, die strapazierfähig ist, auf der z.B. Kinder häuft spielen, sollten Sie auf eine sogenannte Sorte von Sport- und Spielrasen verwenden. Diese Gräser richten sich nach dem Platttreten schneller wieder auf. Auf eine andere Rasensorte sollten Sie zurückgreifen, wenn Ihr „Grün“ hauptsächlich im Schatten liegt. Hier wird eine Grassorte verwendet, die nicht so schnell vermoost.

Strapazier- und Sportrasen

Diese Rasensorte wird von Privatleuten eher seltener verwendet, da dieser Samen relativ teuer ist. Er wird daher mehr von Kommunen für Sportanlagen und Kindergärten eingesetzt. Haben Sie jedoch auch Kinder, die auf Ihrem Rasen viel Fußball spielen, sollten Sie die Investition in den teureren Strapazier- und Sportrasen nicht scheuen.

Zierrasen

Ohne stärkere Beanspruchung können Sie zum sogenannten Zierrasen greifen. Dieser hat ein ebenmäßiges Bild, ist oft frisch dunkelgrün und hat einen dichten Wuchs. Oft wird gesagt, er sei zu „Repräsentationszwecken“ geeignet. Daher wird er auch oft mit dem „englischen Rasen“ verglichen. Um diesen schönen Anblick zu erhalten, bedarf auch dieser Rasen einer regelmäßigen Pflege (s.u.) je nach Witterung.

Sonnen- und Schattenrasen

Es gibt Rasensamen, der sowohl für Sonnen- und Schattenflächen geeignet ist. Nicht jeder Rasen liegt nur im Schatten oder nur in der Sonne. Es gibt Sonnenabschnitte und solche, die oft von Bäumen, Sträuchern oder Gebäuden beschattet werden.

Rasensamen lagern

Haben Sie noch Rasensamen übrig, ist das kein Problem diesen über längere Zeit (auch mehrere Jahre) zu lagern. Es empfiehlt sich ein gleichmäßig temperierter, trockener Kellerraum.

Die richtige Rasenpflege

Rasen säen

Als bester Zeitpunkt für die Aussaat gilt, dass der Boden über mindestens 2 Wochen mehr als 10 Grad warm ist. In dieser Zeit bilden sich die jungen Wurzeln, die eine annähernd gleichbleibende Temperatur benötigen. Grob gesagt: Zwischen den Monaten April und Oktober.

Die Sommermonate Juni, Juli und August gelten schon nicht mehr als ideale Aussaatmonate, da es hier hin und wieder zu Extremwitterungen, wie Trockenheit oder Starkregen, kommen kann. Also bleiben noch im Frühjahr der April und der Mai, sowie im Herbst der September und der Oktober. In diesen Monaten sorgen Tau und Regen für eine gleichmäßige Feuchte des Bodens. Auch kann sich der Rasen im September und Oktober besser entwickeln, da er in diesen Monaten nicht so beansprucht wird, wie im Frühjahr.

Rasenmähen

Zur Rasenpflege gehört das richtige Rasenmähen. Die wichtigste und aufwendigste Pflegemaßnahme für ihren Rasen, damit dieser schön und grün bleibt. Es fördert das gleichmäßige Wachstum des Rasens und verhindert das Ausbreiten von unerwünschtem Unkraut. Wie oft der Rasen gemäht werden sollte, hängt von dem Wachstum des Rasens ab. Das stärkste Wachstum hat der Rasen in den Monaten Mai und Juni. Hier kommt es vor, dass möglicherweise 2x pro Woche gemäht werden kann. In den anderen Monaten reicht es aus 1x wöchentlich den Rasenmäher anzuwerfen.

Der Rasen sollte aber nie zu kurz gemäht werden, da es sonst bei starker Sonneneinstrahlung passieren kann, dass Teile des Rasens absterben und er sich braun verfärbt. Von Experten wird zu einer Halmlänge von drei bis vier Zentimentern geraten. Wenn das Gras auf zwei Zentimeter oder weniger geschnitten wird, können die dabei freigelegten Wurzeln leiden. Sollte der Rasen dennoch zu hoch gewachsen sein, schneiden sie ihn nicht direkt auf die Ideallänge, sondern verteilen sie diesen Vorgang auf mehrere Male in kurzen Abständen. Desweiteren ist darauf zu achten, dass die Messer des Rasenmähers immer scharf sind.

Im Herbst ist darauf zu achten, das Laub etc. vom Rasen entfernt wird, da sonst faule Stellen entstehen und sich Moos bilden kann.

Rasen wässern

Der Rasen braucht Feuchtigkeit. Gerade in den warmen, trockeneren Sommermonaten. Sie sollten es vermeiden, den Rasen bei praller Sonne zu wässern. Stattdessen sollten sie die Beregnung während der Abend- oder in den frühen Morgenstunden durchführen.

Grundsätzlich gilt: Besser selten und intensiv, anstatt zu häufig aber nur oberflächlich zu bewässern. In der Regel reichen 1 – 2 Mal pro Woche mit jeweils ca. 15-20l Wasser pro qm aus.

Dies kann auch mit automatischen Beregnungssystem, so genannten Rasensprengern, durchgeführt werden.

Rasen düngen

Um einen dichten, robusten und sattgrünen Rasen zu erhalten, ist eine regelmäßige Düngung notwendig. Durch das Mähen fällt so im Laufe des Jahres ca. 4-6kg Rasenschnitt an. Welcher dem Boden permanent Nährstoffe entzieht, die ihm durch den Rasendünger wieder zugeführt werden müssen. In der Regel sind 3 Düngegaben notwendig. Die idealen Düngezeitpunkte sind März/April, Mitte/Ende Juni und Mitte/Ende August. Der Rasen sollte bei der Düngung unbedingt trocken sein, damit die Körner nicht an den Grashalmen verkleben und dort verbrennen. Nach dem Düngen empfiehlt es sich, den Rasen zu wässern, dann wird der Dünger auf jeden Fall von den Halmen gespült.

Rasen vertikutieren

Mit der Zeit kann die Grasnarbe verfilzen oder vermoosen. Ob ihr Rasen vertikutiert werden muss, können sie ganz leicht erkennen: Ziehen sie eine kleine Metallharke locker durch die Grasnarbe und schauen sie, ob liegengeliebenes Schnittgut und/oder flachwachsendes Unkraut und den Zinken hängen bleiben. Dies ist ein Hinweis darauf, dass der Rasen im Wachstum gestört wird. Entweder ist durch Nährstoffmangel oder durch eine dicke Schicht Rasenfilz die Sauerstoffversorgung der Rasenwurzeln behindert.

Beim Vertikutieren wird der Rasenfilz mit den Messern gelöst, die den Boden anritzen. Der gelöste Rasenfilz sollte anschließend sorgfältig entfernt werden. Es empfiehlt sich ein frühes Vertikutieren (Mai), da der Rasen sich sehr schnell von diesem „Eingriff“ erholen kann. Im Anschluss an das Vertikutieren, sollte der Rasen ausreichend gedüngt werden. Es ist möglich, dass eine Nachsaat erforderlich ist, welche jetzt gleich mit durchgeführt werden kann.

Rasen kalken

In der letzten Zeit hat das Thema Rasen kalken wieder einen vorderen Platz in so manchen Foren und Infoblogs bekommen. Der eine oder andere Gartenbesitzer wird sich mit dem Kalken seines Grüns noch nicht großartig auseinander gesetzt haben. Was den richtigen und effektiven Einsatz von Kalk angeht, so scheint doch sehr Vielen bekannt zu sein, dass im Winter Kalk ausgegeben wird. Doch wann ist der beste Zeitpunkt hierfür? Zu Beginn des Winters oder erst zum Ende? Bei gefrorenem Boden oder lieber bei Schnee? Und warum ist Kalk überhaupt wichtig für den Rasen?

Grundsätzlich ist eine Kalkdüngung bei einem zu niedrigen pH-Wert des Bodens notwendig. Als besonders guter Zeitpunkt gilt die Schneeschmelze um einer Anreicherung saurer Niederschlagsrückstände in der Bodenkrumme und ihren negativen Strukturveränderungen entgegen zu wirken.

Ebenso ist bei der Aussaat und der Vertikutierung das Kalken des Rasens empfehlenswert.

Eine pauschale Kalkung ohne vorher den pH-Wert festgestellt zu haben, ist nicht zu empfehlen!

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